Montag, 29. Oktober 2007

Andorra ist einer der Kleinstaaten Europas wo es am schwierigsten ist den Pass zu bekommen.


Nur Monaco, San Marino und Liechtenstein haben härtere Gesetze für die Bewilligung der Staatbürgerschaft

Das Fürstentum Andorra liegt in der mittleren Rangtabelle der Vorzüge, welche die Kleinstaaten Europas bei der Bewilligung der Nationalität ihren Residenten einräumen.
Malta, Zypern und Island sind die offensten bei der Vergabe von neuen Pässen während Liechtenstein, San Marino und vor allem Monaco viel mehr Erschwernisse bieten um die Nationalität zu bekommen.

Monaco ist der einzigartigste Fall und von weitem der die meisten Schwierigkeiten den Residenten bereitet die den Pass haben wollen. Jede Person die 10 Jahre lang in Monaco lebt, hat das Recht einen Brief an Prinz Albert II zu schreiben um die Erlangung des Passes zu erbitten. Dieser hat keinerlei Gesetz zu befolgen um zu entscheiden, ob ein Bewohner es verdient oder nicht die Nationalität zu erhalten. Deshalb ist es in der Praxis so gut wie unmöglich die Einbürgerung zu erlangen, meint Jean-Pierre Schoebel, Resident von Monaco, Mitglied der technischen Kommission der Spiele der Kleinstaaten Anfangs vergangenem Juni: „es ist so gut wie unmöglich die monegassische Nationalität zu erhalten. Der Prinz erteilt sie nur an grosse Mäzene oder berühmte Ärzte und Chirurgen“. Einige monegassische Residenten können ihr ganzes Leben auf eine Antwort des Prinzen warten wie in seinem Fall: „ich kenne Leute die seit 60 Jahren in Monaco leben und noch keine Antwort auf Ihre Anfrage beim Prinz erhalten haben“, erklärt Schoebel.

Die anderen beiden Länder in denen es schwierig ist die Nationalität zu erhalten ist San Marino und Liechtenstein. Beide verlangen 30 Jahre Residenz. In San Marino ist es ein bisschen schwieriger, da man die Genehmigung des grossen Generalrats benötigt, der Regierung der Republik. Ausserdem kann man den Pass nicht beantragen, wenn man eine Gefängnisstrafe hatte.
Liechtenstein ist geneigt jungen Leuten die Nationalität zu geben, da bis 20 Jahren jedes Jahr für 2 Jahre zählt.

Die Antipoden dieser Ländergruppe, das Andorra anführt mit 20 Jahren Residenz im Land um die Nationalität zu erhalten, ist Malta, Luxemburg, Zypern und Island.
Um Bürger der Insel Malta, merkwürdigerweise, der acht dieser Staaten ist es der am dichtesten besiedelte, mit 1.262 Bewohnern per Quadratkilometer, muss man nachweisen, die letzten 6 Jahre vor der Antragstellung auf der Insel gelebt zu haben.

Das Grossherzogtum Luxemburg seinerseits, verlangt nur ein Jahr mehr Aufenthalt im Land um Staatsbürger zu werden.
Im Jahr 2001 hat die Regierung des Grossherzogtums das Gesetz reformiert um den Zugang der Residenten für die Staatsangehörigkeit zu erleichtern und zwar von 10 auf 5 Jahre. Aber, um das Dokument zu erhalten muss man nachweisen deutsch oder französisch zu sprechen und Basiskenntnisse von luxemburgisch. Und, gemäss den Gesetzen des Landes, kontrolliert man nicht ob ein Resident französisch oder deutsch beherrscht, wenn er luxemburgisch spricht. Andererseits, wenn ein Luxemburger mit demselben Partner mehr als drei Jahre in seinem Land lebt, bekommt dieser die Staatsangehörigkeit.

Letztens die Länder die den Residenten bessere Bedingungen bieten um die Staatsangehörigkeit zu erhalten ist Island und Zypern. Diese beiden stellen die Staatsbürgerschaft den Residenten aus, die seit sieben Jahren dort wohnen. Auf jeden Fall muss man hervorheben, dass beide bestimmten Ländern Erleichterungen einräumen. In diesem Sinne haben die Bewohner der Skandinavischen Ländern nur nachzuweisen, dass sie 4 Jahre in Island gelebt haben um die Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Auf Zypern haben Personen die die Staatsbürgerschaft eines Landes des Vereinigten Königsreiches oder dessen Exkolonien haben, genug mit 5 Jahren Residenz um die Staatsangehörigkeit zu bekommen.

Sportler sind eines der Kollektive die unter dieser Situation mehr leidet
Eines der Kollektive das mehr davon betroffen ist, dass Andorra eines der Länder ist, in dem es schwierig ist die Nationalität zu erhalten, ist der Sport.
Es gibt verschiedene Fälle von Spielern oder Athleten die seit vielen Jahren im Land leben und noch lange warten müssen bis sie eingebürgert werden.
Gleichzeitig beginnen die internationalen Verbände, wie z.B. die europäische Volleyballverband, ernsthaft zu werden und verlangen, dass nur Spieler mit dem Pass des Landes das sie vertreten, an den Wettkämpfen teilnehmen können. So Geni da Silva, die seit 18 Jahren im Land wohnt und 12 die Farben des CV Andorra verteidigt, kann vom Wettkampf ausgeschlossen werden. Ein anderer Fall ist Sergi Salesa, der Mann der am meisten das Trikot der Selektion vom Basket getragen hat. Salesa kam nach Andorra mit 10 Jahren, aber da er erst 18 Jahre im Fürstentum wohnt und letztes Jahr nach Lorca gezogen ist, um in seinem neuen Club zu spielen, konnte er nicht an den Spielen der Kleinstaaten teilnehmen.
In Monaco, obwohl Athleten von hohem Niveau im Land leben, können keine Selektion machen, da es nicht genügend nationale Spieler gibt, wie Jean-Pierre Schoebel erklärt: „in Leichtathletik können wir nicht zur Europameisterschaft weil die Athleten des Clubs nicht selektierbar sind. In den meisten Sportarten können wir international nur an den Spielen teilnehmen.“ Es gibt auch Länder wie Island, wo es relativ leicht ist die Nationalität zu erhalten, aber wenige eingebürgerte Sportler gibt.